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Veranstaltung:
„Geschichte(n) – Mythen – Bilder“
Was uns die Erinnerung an die DDR heute bedeutet?
  2. Teil

Beschreibung:
20 Jahre nach dem Mauerfall spielt die jüngere deutsche Vergangenheit in den Schulen und Bildungseinrichtungen keine große Rolle mehr. Das Wissen über die DDR bewegt sich – laut einer Studie des Forschungsverbund SED-STAAT der freien Universität Berlin – bei Schülern und Schülerinnen auf sehr niedrigem Niveau. Die Sicht auf den SED-Staat ist demnach um so kritischer, je höher die Schulbildung der Befragten und je größer die geografische Distanz ist. Die Teilung Deutschlands und die Existenz der DDR hat viele Menschen über 40 Jahre lang betroffen: hat Biografien geprägt und auch zerstört, Schicksale bestimmt und politische Identitäten geformt. Sie hat politische Grundüberzeugungen miteinander konfrontiert, auf europäischer Ebene Koalitionen und Blockbildungen verursacht,... und sie hat rudimentäre Erinnerungen hinterlassen.

Das Ende der DDR hat Grenzen eingerissen und neue Entgrenzungen bewirkt, Menschen zusammengeführt, Freiheiten zurückgebracht, ökonomisches Handeln neu herausgefordert, demokratisches Leben neu verfasst und soziale Dynamiken entfesselt. In dieser Werkstatt zur Zeitgeschichte wollen wir uns den Erinnerungen, Bilder, Mythen und Fakten mittels Zeitzeugen annähern. Zeitzeugen sind aber immer Träger von subjektiven Erfahrungen und nachkonstruierten Erinnerungen. Ihre „Lebensgeschichte(n)“ gilt es mit den Fakten der Zeitgeschichte abzugleichen.

Datum:
12. -14.02.2010

Ort:
Vlotho

Leitung:
Johannes Schröder, Andreas Kleinert
in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Brandenburg

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