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15.12.2009 Vlothoer Anzeiger

Vlothoer feiern runden Geburtstag
Jugendhof, Stätte und GESW Motoren für Arbeitskreis Bildungsstätten

Vlotho/Berlin (va). Der Jugendhof Vlotho, die Stätte der Begegnung und das Gesamteuropäische Studienwerk gehörten 1959 zu den treibenden Kräften bei der Gründung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB).

"Politische Bildung kann die Plattform für die Erörterung öffentlicher Anliegen sein", meinte Anke Fuchs, Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung. Foto: va

Jetzt feierten Heidi Kaiser, Harald Meves, Johannes Schröder, Dr. Zbigniew Wilkiewicz mit Nadya Homsi und Gerhart Schöll vom später hinzugekommenen AKE (Arbeitskreis Entwicklungspolitik/AKE-Bildungswerk) und zahlreichen weiteren Kollegen aus allen Teilen Deutschlands und vielen Gästen das fünzigjährige Bestehen.

Meves bringt einen Hauch Ostwestfalen
Mit einem Hauch von Ostwestfalen, vermischt mit Beobachtungen aus der politischen Bildung schloss der kabarettistische Beitrag von Harald Meves den offiziellen Teil der Veranstaltung ab - sehr zum Vergnügen aller Anwesenden. Die Nachfrage zu Beginn seines Beitrags ergab, dass weit mehr als die Hälfte der Anwesenden als Besucher der Vlothoer Bildungseinrichtungen schon einmal in der Weserstadt waren.

Zu den Gästen des Festakts im Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin gehörten der Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, Anke Fuchs, Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, und Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

Anke Fuchs erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass die Demokratie so stark sei wie die Menschen demokratisch sind. Politische Bildung könne Politik zwar nicht ersetzen, aber Plattformen für die Erörterung der öffentlichen Angelegenheiten bieten.

Staatssekretär Dr. Hermann Kues würdigte die Leistung der Einrichtungen politischer Bildung beim Aufbau der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland und sicherte dem AdB und seinen Mitgliedern die weitere Unterstützung seines Hauses zu. Thomas Krüger setzte sich mit der Rolle von Bildungsstätten auseinander und stellte ihre spezifischen Möglichkeiten bei der Vermittlung politischer Bildung heraus, mahnte aber auch die Nutzung neuer Kommunikationsmöglichkeiten für die politische Bildung, insbesondere die der im Alltag von Jugendlichen dominierenden neuen Medien, an.

Tissy Bruns vom Berliner Tagesspiegel hielt das einleitende Referat, ihre "kritischen Reflexionen zurzeit: Krise der Demokratie?" gingen von der Finanzkrise aus, die zu der Frage nach den Gefährdungen der Demokratie Anlass gebe. Dieses Desaster zeige nicht nur, dass die politische Kontrolle der Finanzmärkte gescheitert sei, sondern seine Folgen hätten auch die demokratischen Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit kompromittiert.

 

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