Jetzt feierten Heidi Kaiser, Harald Meves, Johannes Schröder, Dr. Zbigniew
Wilkiewicz mit Nadya Homsi und Gerhart Schöll vom später hinzugekommenen
AKE (Arbeitskreis Entwicklungspolitik/AKE-Bildungswerk) und zahlreichen
weiteren Kollegen aus allen Teilen Deutschlands und vielen Gästen das
fünzigjährige Bestehen.
Meves bringt einen Hauch Ostwestfalen
Mit einem Hauch von Ostwestfalen, vermischt mit Beobachtungen aus der
politischen Bildung schloss der kabarettistische Beitrag von Harald Meves
den offiziellen Teil der Veranstaltung ab - sehr zum Vergnügen aller Anwesenden.
Die Nachfrage zu Beginn seines Beitrags ergab, dass weit mehr als die
Hälfte der Anwesenden als Besucher der Vlothoer Bildungseinrichtungen
schon einmal in der Weserstadt waren.
Zu den Gästen des Festakts im Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung
in Berlin gehörten der Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, Anke Fuchs,
Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, und Thomas Krüger, Präsident
der Bundeszentrale für politische Bildung.
Anke Fuchs erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass die Demokratie so stark
sei wie die Menschen demokratisch sind. Politische Bildung könne Politik
zwar nicht ersetzen, aber Plattformen für die Erörterung der öffentlichen
Angelegenheiten bieten.
Staatssekretär Dr. Hermann Kues würdigte die Leistung der Einrichtungen
politischer Bildung beim Aufbau der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland
und sicherte dem AdB und seinen Mitgliedern die weitere Unterstützung
seines Hauses zu. Thomas Krüger setzte sich mit der Rolle von Bildungsstätten
auseinander und stellte ihre spezifischen Möglichkeiten bei der Vermittlung
politischer Bildung heraus, mahnte aber auch die Nutzung neuer Kommunikationsmöglichkeiten
für die politische Bildung, insbesondere die der im Alltag von Jugendlichen
dominierenden neuen Medien, an.
Tissy Bruns vom Berliner Tagesspiegel hielt das einleitende Referat, ihre
"kritischen Reflexionen zurzeit: Krise der Demokratie?" gingen von der
Finanzkrise aus, die zu der Frage nach den Gefährdungen der Demokratie
Anlass gebe. Dieses Desaster zeige nicht nur, dass die politische Kontrolle
der Finanzmärkte gescheitert sei, sondern seine Folgen hätten auch die
demokratischen Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit kompromittiert. |