Vlotho
(va/krn). Öfter auch mal nachdenken: Das hat sich eine Projektgruppe
der Stätte der Begegnung richtig zu Herzen genommen und beim "DenkTag"
teilgenommen. Der Aufwand lohnte sich. Die Schüler landeten auf dem
sechsten Platz.
Am vergangenen Freitag wurde die Projektgruppe der Stätte, darunter
auch vier Schüler des Weser-Gymnasiums, von Bundestagspräsident Dr.
Norbert Lammert in Berlin ausgezeichnet. 15 Siegergruppen (mit insgesamt
120 Schülern und Schülerinnen) waren eingeladen. Die Vlothoer Projektgruppe
erhielt den sechsten Platz.

Die
Projektgruppe freut sich über ihren Erfolg: Kamil Czternastek, Agnieszka
Sus,
Karol Bar, Anna Sedlacek, Tjalf Poetting, Anna Faber, Jannis Kachel,
Johannes
Breuer, Dr. Tomasz Pudlocki und Betreuer Johannes Schröder. Foto:
privat
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Der
Schirmherr des Wettbewerbs Bundestagspräsident, Dr. Norbert Lammert,
gratulierte den Preisträgern persönlich. Er lobte alle eingegangenen
Beiträge sowie den Wettbewerb an sich. Dieser stelle eine "neue Form
der Erinnerungskultur" dar, die immer wichtiger werde, da "Zeitzeugen
und damit ein Stück Authentizität wegfallen", so Lammert und betonte,
dass "wir auch zukünftig die offene Auseinandersetzung mit dem Holocaust
brauchen, da es abwegig ist, dass Deutschland die Ereignisse aus seiner
Biographie löschen kann." Auch der stellvertretende Generalsekretär
der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Gerhard Wahlers, gratulierte den Teilnehmern
und zeigte sich fasziniert von "der Vielfältigkeit und der Kreativität
der Beiträge", die helfen würden, uns zu erinnern und die Geschichte
nicht ruhen zu lassen.
Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist der
27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz,
seit 1996 in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
Ende 2005 hat auch die UN-Vollversammlung diesen Tag zum weltweiten
Holocaust-Gedenktag bestimmt.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung nimmt dies seit einigen Jahren zum Anlass
für eine Reihe von bundesweiten Projekten im Umfeld des 27. Januars.
In zahlreichen Bundesländern werden Zeitzeugengespräche und Vortragsveranstaltungen,
Lesungen und Ausstellungen durchgeführt.
In dem bundesweiten Internetwettbewerb "DenkTag" werden überdies junge
Leute dazu aufgerufen, sich mit der Erinnerung an Shoa und NS-Diktatur,
aber auch mit aktuellen Fragen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit
und Antisemitismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Der Beitrag der Vlothoer Projektgruppe hieß "Was es für mich bedeutet"
- Lebensgeschichte als Argument. Er ist identisch mit den Postern und
Collagen, die am Ende einer deutsch-polnischen Begegnung entstanden
waren und in diesem Zusammenhang bereits im Rahmen der Lidl-Aktion "Generationen
verbinden" ausgezeichnet wurde. Die Ausstellung war für die Bürger im
Vlothoer Rathaus zu sehen.
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