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24.01.2009 VLOTHOER ZEITUNG

Stätte-Projekt in Berlin ausgezeichnet
>Lebensgeschichte als Argument<
im Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung erfolgreich


Von Jürgen Gebhard Vlotho (VZ)


Die renommierte Konrad-Adenauer-Stiftung hat das deutsch-polnische Jugendprojekt der Vlothoer Stätte der Begegnung >Lebensgeschichte als Argument< ausgezeichnet. Die von Johannes Schöder geleitete Gruppe hat am Freitag in Berlin einen Preis für die Teilnahme am Jugendwettbewerb >Denkt@g< entgegen genommen.

Die Stätte der Begegnung hatte im vergangenen Jahr insgesamt 15 Jugendliche aus Polen sowie Oberstufenschüler aus Vlotho, Düsseldorf und Neuss eingeladen, sich gemeinsam mit dem Holocaust und mit der jüdischen Geschichte in beiden Ländern zu beschäftigen. Bei Treffen in Polen und im Gesamteuropäischen Studienwerk Vlotho lernten die jungen Leute auch jüdische Zeitzeugen kennen. Die Erfahrungen wurden schließlich unter der Überschrift >Was es für mich bedeutet: Lebensgeschichte als Argument< in 15 individuellen Kollagen verarbeitet und der Öffentlichkeit als Ausstellung zugänglich gemacht. In digitalisierter Form sind die Kollagen jetzt im Intemet auf der Wettbewerbs-Homepage abrufbar.

lm Herbst war das außerordentliche Engagement bereits im Rahmen des Lidl-Generationen-Wettbewerbs honoriert worden. Und im bundesweit ausgeschriebenen Jugendwettbewerb >Denkt@g<, mit dem die Konrad-Adenauer-Stiftung junge Menschen auszeichnet, die sich mit dem Holocaust, NS-Diktatur, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt beschäftigen, hat die Gruppe nun den hervonagenden sechsten Platz belegt!


Bundestagespräsident Dr. Norbert Lammert hat gestern in Berlin die Preise überreicht. Zu den prominenten Gästen im Akademiegebäude der Konrad-Adenauer-Stiftung gehörten unter anderem Stephan Kramer, Generalsekretär der Juden in Deutschland, sowie der Ex-Fußball-Bundesligaprofi René Tretschock.

Für Johannes Schröder unterstreicht die Auszeichnung die Nachhaltigkeit des Projektes. "Auch für uns als Gruppe. Wir haben uns nach einigen Monaten hier wiedergesehen und haben die Gelegenheit genutzt, auf unsere gemeinsame Arbeit zurückzublicken", sagte er der VLOTHOER ZEITUNG.

Bei der Auftaktveranstaltung am Freitagabend hatte die Gruppe auch Inge Deutschkron kennen gelernt, die aus ihrem autobiographischen Buch >lch trug den gelben Stern< las. Aus Vlotho nahmen neben Johannes Schröder auch Anna Faber, Jannis Kachel und Tjaff Poetting teil. Nicht mit war Carina Horniak.

Zum gleichen Thema erschien der folgende Artikel in Przemysl (PL):

 

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