Stätte-Projekt
in Berlin ausgezeichnet
>Lebensgeschichte als Argument<
im Wettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung erfolgreich
Von Jürgen Gebhard Vlotho (VZ)
Die renommierte Konrad-Adenauer-Stiftung hat das deutsch-polnische
Jugendprojekt der Vlothoer Stätte der Begegnung >Lebensgeschichte
als Argument< ausgezeichnet. Die von Johannes Schöder geleitete Gruppe
hat am Freitag in Berlin einen Preis für die Teilnahme am Jugendwettbewerb
>Denkt@g< entgegen genommen.
Die Stätte der Begegnung hatte im vergangenen Jahr insgesamt 15 Jugendliche
aus Polen sowie Oberstufenschüler aus Vlotho, Düsseldorf und Neuss
eingeladen, sich gemeinsam mit dem Holocaust und mit der jüdischen
Geschichte in beiden Ländern zu beschäftigen. Bei Treffen in Polen
und im Gesamteuropäischen Studienwerk Vlotho lernten die jungen Leute
auch jüdische Zeitzeugen kennen. Die Erfahrungen wurden schließlich
unter der Überschrift >Was es für mich bedeutet: Lebensgeschichte
als Argument< in 15 individuellen Kollagen verarbeitet und der Öffentlichkeit
als Ausstellung zugänglich gemacht. In digitalisierter Form sind die
Kollagen jetzt im Intemet auf der Wettbewerbs-Homepage abrufbar.
lm Herbst war das außerordentliche Engagement bereits im Rahmen des
Lidl-Generationen-Wettbewerbs honoriert worden. Und im bundesweit
ausgeschriebenen Jugendwettbewerb >Denkt@g<, mit dem die Konrad-Adenauer-Stiftung
junge Menschen auszeichnet, die sich mit dem Holocaust, NS-Diktatur,
Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt beschäftigen, hat die
Gruppe nun den hervonagenden sechsten Platz belegt!

Bundestagespräsident Dr. Norbert Lammert hat gestern in Berlin die
Preise überreicht. Zu den prominenten Gästen im Akademiegebäude der
Konrad-Adenauer-Stiftung gehörten unter anderem Stephan Kramer, Generalsekretär
der Juden in Deutschland, sowie der Ex-Fußball-Bundesligaprofi René
Tretschock.
Für Johannes Schröder unterstreicht die Auszeichnung die Nachhaltigkeit
des Projektes. "Auch für uns als Gruppe. Wir haben uns nach einigen
Monaten hier wiedergesehen und haben die Gelegenheit genutzt, auf
unsere gemeinsame Arbeit zurückzublicken", sagte er der VLOTHOER ZEITUNG.
Bei der Auftaktveranstaltung am Freitagabend hatte die Gruppe auch
Inge Deutschkron kennen gelernt, die aus ihrem autobiographischen
Buch >lch trug den gelben Stern< las. Aus Vlotho nahmen neben Johannes
Schröder auch Anna Faber, Jannis Kachel und Tjaff Poetting teil. Nicht
mit war Carina Horniak.