Gemeinschaftlich
das Gütesiegel erlangt
Stätte der Begegnung von Land Nordrhein-Westfalen zertifiziert / Gutachter
hat nur kleine Verbesserungsvorschläge
Vlotho (krn). "Dass wir hier gute Arbeit leisten, wussten wir schon
vorher. Aber jetzt können wir es auch öffentlich belegen", freut sich
Thomas Rave, Qualitätsbeauftragter in der Stätte der Begegnung. Vergangene
Woche durfte er stellvertretend für die Vlothoer Einrichtung das Zertifikat
in Dortmund entgegennehmen. Von Kristy Netzeband
Die
Arbeit begann schon im Jahr 2005. Da machte sich Thomas Rave daran,
einen Selbstreport zu erstellen. In diesem musste die Arbeit in den
sieben Qualitätsbereichen aufgelistet werden. Unter anderem mussten
dem Gütesiegelverbund Finanzen und Bildungsabläufe detalliert dargelegt
werden. 201649106_0.jpg Nachdem der Bericht dann Ende Juni abgegeben
wurde, kam im September ein Gutachter nach Vlotho, um die Stätte der
Begegung höchstpersönlich unter die Lupe zu nehmen.
60 Arbeitstage widmete Rave der Zertifizierung allein im Jahr 2008.
Mit Erfolg: Bildungsministerin Barbara Sommer gratulierte am vergangenen
Freitag den Vertretern der ausgezeichneten Weiterbildungseinrichtungen
aus Nordrhein-Westfalen bei der Mitgliederversammlung des Gütesiegelverbundes.
20 Einrichtungen haben in diesem Jahr den Zertifizierungsprozess beendet
und das "Gütesiegel Weiterbildung" erhalten - darunter auch die Stätte
der Begegnung aus Vlotho. "Wir mussten uns bis 2011 zertifizieren
lassen, sonst hätten wir keine finanziellen Mittel mehr vom Land bekommen",
erklärt Rave.

Zertifizierung wird
alle drei Jahre geprüft
95 Prozent der Einrichtungen seien daher inzwischen bereits auf dem
Weg zum Zertifikat. Das sind mehr als hundert Einrichtungen im Zertifizierungsverfahren,
das hohe Anforderungen stellt und im Schnitt etwa ein Jahr dauert.
Alle drei Jahre wird die Zertifizierung erneut durch einen Gutachter
geprüft. Grundsätzlich geändert werden musste an der Arbeitsweise
in der Stätte der Begegnung nicht sehr viel. Nur ein paar "Verbesserungen
und Verfeinerungen" wurden laut dem pädagogischen Mitarbeiter Johannes
Schröder durchgeführt. Der Gütesiegelverbund hatte bei seiner Prüfung
lediglich sechs Vorschläge für Verbesserungen gemacht, die zum Großteil
auch bereits umgesetzt wurden. So zum Beispiel auch die Rückmeldebögen
für die angebotenen Seminare, bei denen die Kursteilnehmer Lob und
Kritik äußern können. So könne man alle Veranstaltungen noch einmal
aufgreifen und reflektieren, so Thomas Rave. Das Land Nordrhein-Westfalen
hat das "Gütesiegel Weiterbildung" inzwischen als Präferenzmodell
festgelegt und das Team der Stätte der Begegnung ist stolz, bereits
jetzt Besitzer dieses Gütesiegels zu sein. "An dem Prozess waren und
sind immer alle Mitarbeiter beteiligt gewesen", hebt Rave hervor.
Eine echte Gemeinschaftsleistung eben.