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29.12.2008 Vlothoer Anzeiger

Gemeinschaftlich das Gütesiegel erlangt
Stätte der Begegnung von Land Nordrhein-Westfalen zertifiziert / Gutachter hat nur kleine Verbesserungsvorschläge

Vlotho (krn). "Dass wir hier gute Arbeit leisten, wussten wir schon vorher. Aber jetzt können wir es auch öffentlich belegen", freut sich Thomas Rave, Qualitätsbeauftragter in der Stätte der Begegnung. Vergangene Woche durfte er stellvertretend für die Vlothoer Einrichtung das Zertifikat in Dortmund entgegennehmen.
Von Kristy Netzeband

Die Arbeit begann schon im Jahr 2005. Da machte sich Thomas Rave daran, einen Selbstreport zu erstellen. In diesem musste die Arbeit in den sieben Qualitätsbereichen aufgelistet werden. Unter anderem mussten dem Gütesiegelverbund Finanzen und Bildungsabläufe detalliert dargelegt werden. 201649106_0.jpg Nachdem der Bericht dann Ende Juni abgegeben wurde, kam im September ein Gutachter nach Vlotho, um die Stätte der Begegung höchstpersönlich unter die Lupe zu nehmen.

60 Arbeitstage widmete Rave der Zertifizierung allein im Jahr 2008. Mit Erfolg: Bildungsministerin Barbara Sommer gratulierte am vergangenen Freitag den Vertretern der ausgezeichneten Weiterbildungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen bei der Mitgliederversammlung des Gütesiegelverbundes. 20 Einrichtungen haben in diesem Jahr den Zertifizierungsprozess beendet und das "Gütesiegel Weiterbildung" erhalten - darunter auch die Stätte der Begegnung aus Vlotho. "Wir mussten uns bis 2011 zertifizieren lassen, sonst hätten wir keine finanziellen Mittel mehr vom Land bekommen", erklärt Rave.

Zertifizierung wird alle drei Jahre geprüft
95 Prozent der Einrichtungen seien daher inzwischen bereits auf dem Weg zum Zertifikat. Das sind mehr als hundert Einrichtungen im Zertifizierungsverfahren, das hohe Anforderungen stellt und im Schnitt etwa ein Jahr dauert. Alle drei Jahre wird die Zertifizierung erneut durch einen Gutachter geprüft. Grundsätzlich geändert werden musste an der Arbeitsweise in der Stätte der Begegnung nicht sehr viel. Nur ein paar "Verbesserungen und Verfeinerungen" wurden laut dem pädagogischen Mitarbeiter Johannes Schröder durchgeführt. Der Gütesiegelverbund hatte bei seiner Prüfung lediglich sechs Vorschläge für Verbesserungen gemacht, die zum Großteil auch bereits umgesetzt wurden. So zum Beispiel auch die Rückmeldebögen für die angebotenen Seminare, bei denen die Kursteilnehmer Lob und Kritik äußern können. So könne man alle Veranstaltungen noch einmal aufgreifen und reflektieren, so Thomas Rave. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das "Gütesiegel Weiterbildung" inzwischen als Präferenzmodell festgelegt und das Team der Stätte der Begegnung ist stolz, bereits jetzt Besitzer dieses Gütesiegels zu sein. "An dem Prozess waren und sind immer alle Mitarbeiter beteiligt gewesen", hebt Rave hervor. Eine echte Gemeinschaftsleistung eben.

 

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