Barbara
Sommer gratuliert der Stätte
Beste
Qualität:
Gütesiegelverbund Weiterbildung zertifiziert Einrichtung aus Vlotho
Von Jürgen Gebhard Vlotho (VZ)
Darüber freut sich auch Barbara Sommer: Die »Stätte der Begegnung«
leistet Weiterbildung auf höchstem Niveau. Die Bildungsministerin
persönlich hat dem Vlothoer »Institut für Bildung und Kommunikation«
(so der Untertitel der Einrichtung) zur erfolgreichen Zertifizierung
gratuliert.
Freuen sich über die Zertifizierung: die Mitarbeiter Johannes Schröder
(links), Thomas Rave
(2. v. links) und Reiner Schindler (rechts) sowie Vorsitzende Heide
Blunk. Foto: Jürgen Gebhard
Die
Zertifizierungs-Urkunde des Gütesiegelverbunds Weiterbildung e.V.
und die Gratulation der Bildungsministerin nahm Thomas Rave als Qualitätsbeauftragter
der Stätte in Dortmund entgegen. In ihrem Grußwort erklärte Barbara
Sommer, dass die Weiterbildung für das Land ein zentrales Anliegen
sei. Aus diesem Grund sollten sich alle vom Land geförderten Weiterbildungseinrichtungen
bis Ende 2009 einer externen Qualitätsprüfung unterziehen. Nur dann
könnten sie mit einer weiteren finanziellen Unterstützung ihrer Arbeit
rechnen.
95 Prozent aller Einrichtungen befänden sich inzwischen in diesem
Prozess der Qualitätsprüfung oder hätten ihn bereits erfolgreich abgeschlossen,
erläutert Thomas Rave gegenüber der VLOTHOER ZEITUNG. In Vlotho seien
das Gesamteuropäische Studienwerk (in 2006) und das AKE (in 2007)
bereits zertifiziert. Von den Erfahrungen dieser Einrichtungen habe
die Stätte der Begegnung profitieren können, betont der Qualitätsbeauftragte.
»Dass wir gute Arbeit machen, können wir jetzt auch durch ein Gutachten
von außen belegen«, freut sich auch Stätte-Mitarbeiter Johannes Schröder
über die Zertifizierung, auf die man sich seit dem Jahr 2005 vorbereitet
habe. Um die begehrte Urkunde zu erhalten, seien alle Arbeitsbereiche
und -abläufe analysiert, hinterfragt und optimiert worden. Daran seien
nicht nur die Pädagogen, sondern auch Vorstand und Verwaltung beteiligt
gewesen. In einem so genannten Selbstreport wurde schließlich der
Entwicklungsstand nach den strengen Qualitätsvorgaben dokumentiert.
Bei einem mehrtägigen Besuch hat sich schließlich ein unabhängiger
Gutachter ein Bild von der Einrichtung gemacht. »Im Mittelpunkt unserer
Arbeit stehen die Teilnehmer«, stellt Thomas Rave heraus. Mehr als
bisher wird nun auf deren Wort gehört. Auf Rückmeldebögen sollen Teilnehmer
am Ende eines Seminars Kritik und Verbesserungsvorschläge notieren.
Die Zertifizierung ist durch den »Gütesiegelverbund Weiterbildung
e.V.« erfolgt. Das ist ein Zusammenschluss von 200 Weiterbildungseinrichtungen
in unterschiedlicher Trägerschaft. Ihm gehören unter anderem Volkshochschulen,
freie Bildungswerke, die evangelische und die katholische Erwachsenenbildung
sowie Heimvolkshochschulen und Akademien an. Alle Mitglieder haben
sich verpflichtet, die Qualität ihrer Bildungsangebote zu gewährleisten
und extern begutachten zu lassen. Zu den Qualitätskriterien gehören:
eine seriöse Beratung, ein entsprechender Einsatz von qualifizierten
Lehrkräften, die Fortbildung der Lehrkräfte, die teilnehmerorientierte
Durchführung von Bildungsveranstaltungen und die Einhaltung pädagogischer
Standards. Alle Mitglieder des Gütesiegelverbunds sind gemeinwohlorientiert
und arbeiten nach dem Weiterbildungsgesetz NRW.
Insgesamt vier Einrichtungen haben gerade ihre Prüfung bestanden.
Neben der Stätte der Begegnung aus Vlotho sind dies das Off-Theater
in Neuss, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein und die
Bildungsstätte Einschlingen in Bielefeld.
»Dass wir gute Arbeit machen, können wir jetzt auch durch ein Gutachten
von außen belegen« Johannes Schröder, Stätte der Begegnung
Die Stätte der Begegnung e.V. wurde 1951 als unabhängiges Selbsthilfewerk
für politische Bildung gegründet. Sie will dazu beitragen, dass Menschen
ihre vielfältigen Möglichkeiten zur Entfaltung bringen und aktiv an
der Weiterentwicklung der Demokratie mitwirken können. Sie will auch
zum Handeln in globaler Verantwortung anregen. Die Stätte hat ihren
Sitz im Haus Oeynhausener Straße 5. Sie besteht aus: Arbeitskreis
politische Bildung und Erziehung, Westfälisches Kooperationsmodell
und Bildungswerk für demokratische Kultur. Arbeitsschwerpunkte sind:
politische Jugendbildung (mit Vlothoer Schulen zum Beispiel Fahrten
nach Auschwitz, Berufsfindungs- und Streitschlichterseminare) sowie
Familienbildung (in Vlotho zum Beispiel Elternabende zu Erziehungsfragen).
Zu den Zielgruppen gehören auch Behinderte und Senioren. Die Seminarinhalte
werden in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Auftraggebern
entwickelt. Bildungsministerin Barbara Sommer gratulierte Thomas Rave,
Qualitätsbeauftragter der Vlothoer Stätte der Begegnung zur erfolgreichen
Zertifizierung. Die Feierstunde fand in Dortmund anlässlich der Mitgliederversammlung
des Gütesiegelverbunds Weiterbildung e.V. statt.