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16.12.2008 VLOTHOER ZEITUNG

Barbara Sommer gratuliert der Stätte
Beste Qualität:
Gütesiegelverbund Weiterbildung zertifiziert Einrichtung aus Vlotho

Von Jürgen Gebhard Vlotho (VZ)

Darüber freut sich auch Barbara Sommer: Die »Stätte der Begegnung« leistet Weiterbildung auf höchstem Niveau. Die Bildungsministerin persönlich hat dem Vlothoer »Institut für Bildung und Kommunikation« (so der Untertitel der Einrichtung) zur erfolgreichen Zertifizierung gratuliert.

Freuen sich über die Zertifizierung: die Mitarbeiter Johannes Schröder (links), Thomas Rave
(2. v. links) und Reiner Schindler (rechts) sowie Vorsitzende Heide Blunk. Foto: Jürgen Gebhard

Die Zertifizierungs-Urkunde des Gütesiegelverbunds Weiterbildung e.V. und die Gratulation der Bildungsministerin nahm Thomas Rave als Qualitätsbeauftragter der Stätte in Dortmund entgegen. In ihrem Grußwort erklärte Barbara Sommer, dass die Weiterbildung für das Land ein zentrales Anliegen sei. Aus diesem Grund sollten sich alle vom Land geförderten Weiterbildungseinrichtungen bis Ende 2009 einer externen Qualitätsprüfung unterziehen. Nur dann könnten sie mit einer weiteren finanziellen Unterstützung ihrer Arbeit rechnen.

95 Prozent aller Einrichtungen befänden sich inzwischen in diesem Prozess der Qualitätsprüfung oder hätten ihn bereits erfolgreich abgeschlossen, erläutert Thomas Rave gegenüber der VLOTHOER ZEITUNG. In Vlotho seien das Gesamteuropäische Studienwerk (in 2006) und das AKE (in 2007) bereits zertifiziert. Von den Erfahrungen dieser Einrichtungen habe die Stätte der Begegnung profitieren können, betont der Qualitätsbeauftragte.

»Dass wir gute Arbeit machen, können wir jetzt auch durch ein Gutachten von außen belegen«, freut sich auch Stätte-Mitarbeiter Johannes Schröder über die Zertifizierung, auf die man sich seit dem Jahr 2005 vorbereitet habe. Um die begehrte Urkunde zu erhalten, seien alle Arbeitsbereiche und -abläufe analysiert, hinterfragt und optimiert worden. Daran seien nicht nur die Pädagogen, sondern auch Vorstand und Verwaltung beteiligt gewesen. In einem so genannten Selbstreport wurde schließlich der Entwicklungsstand nach den strengen Qualitätsvorgaben dokumentiert. Bei einem mehrtägigen Besuch hat sich schließlich ein unabhängiger Gutachter ein Bild von der Einrichtung gemacht. »Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Teilnehmer«, stellt Thomas Rave heraus. Mehr als bisher wird nun auf deren Wort gehört. Auf Rückmeldebögen sollen Teilnehmer am Ende eines Seminars Kritik und Verbesserungsvorschläge notieren. Die Zertifizierung ist durch den »Gütesiegelverbund Weiterbildung e.V.« erfolgt. Das ist ein Zusammenschluss von 200 Weiterbildungseinrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft. Ihm gehören unter anderem Volkshochschulen, freie Bildungswerke, die evangelische und die katholische Erwachsenenbildung sowie Heimvolkshochschulen und Akademien an. Alle Mitglieder haben sich verpflichtet, die Qualität ihrer Bildungsangebote zu gewährleisten und extern begutachten zu lassen. Zu den Qualitätskriterien gehören: eine seriöse Beratung, ein entsprechender Einsatz von qualifizierten Lehrkräften, die Fortbildung der Lehrkräfte, die teilnehmerorientierte Durchführung von Bildungsveranstaltungen und die Einhaltung pädagogischer Standards. Alle Mitglieder des Gütesiegelverbunds sind gemeinwohlorientiert und arbeiten nach dem Weiterbildungsgesetz NRW.
Insgesamt vier Einrichtungen haben gerade ihre Prüfung bestanden. Neben der Stätte der Begegnung aus Vlotho sind dies das Off-Theater in Neuss, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein und die Bildungsstätte Einschlingen in Bielefeld.

»Dass wir gute Arbeit machen, können wir jetzt auch durch ein Gutachten von außen belegen« Johannes Schröder, Stätte der Begegnung

Die Stätte der Begegnung e.V. wurde 1951 als unabhängiges Selbsthilfewerk für politische Bildung gegründet. Sie will dazu beitragen, dass Menschen ihre vielfältigen Möglichkeiten zur Entfaltung bringen und aktiv an der Weiterentwicklung der Demokratie mitwirken können. Sie will auch zum Handeln in globaler Verantwortung anregen. Die Stätte hat ihren Sitz im Haus Oeynhausener Straße 5. Sie besteht aus: Arbeitskreis politische Bildung und Erziehung, Westfälisches Kooperationsmodell und Bildungswerk für demokratische Kultur. Arbeitsschwerpunkte sind: politische Jugendbildung (mit Vlothoer Schulen zum Beispiel Fahrten nach Auschwitz, Berufsfindungs- und Streitschlichterseminare) sowie Familienbildung (in Vlotho zum Beispiel Elternabende zu Erziehungsfragen). Zu den Zielgruppen gehören auch Behinderte und Senioren. Die Seminarinhalte werden in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Auftraggebern entwickelt. Bildungsministerin Barbara Sommer gratulierte Thomas Rave, Qualitätsbeauftragter der Vlothoer Stätte der Begegnung zur erfolgreichen Zertifizierung. Die Feierstunde fand in Dortmund anlässlich der Mitgliederversammlung des Gütesiegelverbunds Weiterbildung e.V. statt.

 

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