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Keine
Antwort auf ein "Warum"
Diese und andere Statements bieten eine ganz individuelle Sicht auf die Geschehnisse zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie alle sind zusammengefasst in der Ausstellung "Die Welt vor der Katastrophe - Alltagsleben und Kultur von Juden in Polen und Deutschland zwischen den Weltkriegen anhand ausgewählter Biographien", die gestern im Rathaus eröffnet wurde. 24 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Polen haben diese Ausstellung gemeinsam entwickelt und in 18 Kollagen zusammengetragen, was die Beschäftigung mit der Geschichte für sie bedeutet. "Die Schüler haben nicht nur Wissen wiederholt, oder abgeschrieben, sondern ihre eigenen Gefühle mit eingebracht", freute sich Johannes Schröder von der Stätte der Begegnung, der das gesamte Projekt betreut hat, über die sehenswerten Ergebnisse. |
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| "Für
unsere Recherche waren wir eine Woche in Polen und haben dort mit Schülern
eines Gymnasiums gemeinsam Informationen gesammelt", berichtet Anna Faber,
Schülerin des WGV. Anschließend waren die Gymnasiasten aus Polen eine
Woche lang in Vlotho zu Gast. Bei beiden Besuchen gab es die Gelegenheit,
mit Zeitzeugen zu sprechen. In Polen berichtete Stella Müller-Madej darüber,
wie sie als Elfjährige in das Krakauer Ghetto eingeliefert wurde. Überlebt
habe sie nur, weil ihr Name auf der berühmten "Schindlers Liste" stand.
In Herford konnten die Schüler ein Interview mit Walter Heinemann führen.
"In dem Gespräch haben wir nicht nur Fakten gehört, wie im Schulunterricht,
sondern es war ein sehr persönliches und emotionales Gespräch", erinnert
sich Jannis Kachel. "Mich hat vor allem beeindruckt, dass er trotz der
vielen schrecklichen Erlebnisse so eine positive Einstellung zum Leben
hat", sagt Anna Faber. Sie habe vor allem die Frage beschäftigt, wie Menschen
in der Zeit des Nationalsozialismus zu solchen Tieren werden konnten. |
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Wie sie hat jeder Schüler einen eigenen Aspekt beleuchtet. So stellt
sich ein Schüler die Frage nach Schuld und Verantwortung, ein anderer
nach dem Verhältnis von Mensch und Glaube mit der Feststellung, dass
es keine Antwort auf ein "Warum" gibt. "Vorurteile, Ausgrenzung und
Abschiebung erfahren auch heute noch bestimmte Gruppen unter uns",
lautet das Fazit einer anderen Arbeit. |
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