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Den
Wert der Freiheit schätzen gelernt
Teilnehmer
von "Starthilfe statt Nachhilfe" in Berlin /
Zeitzeugin spricht über SED-Diktatur
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Vor
dem Reichstagsgebäude (von links nach rechts):
Niklas Rogge, Patrick Eickmeier, Ben Gummersheimer, Natascha Berger,
Julian Rolfes, Matt Baton, Carolin Flemming, Annika Schneider,
Luzil Gaier, Louisa Schröder-Isenbeck, Mirjam Westermann, Sarah-Lena
Bargende
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Abschluss des Projektes "Starthilfe statt Nachhilfe" verweilten die ProjektteilnehmerInnen
jetzt für drei Tage in Berlin, um im Rahmen einer "Demokratiewerkstatt"
u.a. auf die Projektarbeit zurückzublicken. Ein Jahr lang hatten sie eine
Patenschaft für jeweils ein Kind mit Migrationsgeschichte übernommen und
während der ersten Grundschulklasse ein wöchendliches Sprachentraining
durchgeführt. In Berlin, einem sehr geeignetem Lernort für politische
Bildung, wurden jetzt die unterschiedlichen Erfahrungen ausgewertet. So
war es in manchen Fällen schwierig, kontinuierliche Treffen mit den Kindern
zu organisieren, in anderen Fällen war dies dank der Mitarbeit der Eltern
kein Problem. Dann, so die ProjektteilnehmerInnen, ist nicht nur eine
gute zwischenmenschliche Beziehungen gewachsen, sondern auch gegenseitiger
Respekt entwickelt worden. "Auf dieser Basis konnten auch Lernerfolge
im Umgang mit der deutschen Sprache festgestellt werden", so Johannes
Schröder von der Stätte der Begegnung. Zentrale Erfahrung: die Möglichkeit,
Verantwortung zu übernehmen und die Einsicht, dass es in der direkten
Umgebung immer auch bedürftige Menschen gibt, denen geholfen werden muss.
In Berlin mit dabei waren auch drei ausländische GastschülerInnen: Luzil
Gaier aus Frankreich, sowie Matt Baton und Ben Gummersheimer aus den Vereinigten
Staaten von Amerika. Für die beiden Amerikaner aus Waterloo war u.a. der
Besuch im Schöneberger Rathaus, dort wo vor genau 45 Jahren (26.06.1963)
Präsident John F. Kennedy seine berühmte Rede an die Berliner über "das
Leben in Freiheit" mit den Worten "Ich bin ein Berliner" beendet hatte.
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Sigrid
Paul, Autorin der Biografie "Mauer durchs Herz" führt die Vlothoer Gruppe
durch den Zellentrakt der Stasi-Haftanstalt
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Um
Freiheit und Rechtstaatlichkeit ging es auch bei dem Besuch in der "Gedenkstätte
Hohenschönhausen". Im ehemaligen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums
für Staatssicherheit trafen die Teilnehmenden auf Sigrid Paul, eine Zeitzeugin,
die die Praxis der politischen Justiz in der SED-Diktatur selbst erfahren
mußte und diese in einem gemeinsamen Rundgang durch das Gebäude authentisch
vermittelte. "Hier kann man den Wert von Freiheit richtig schätzen lernen",
meinte Niklas Rogge am Ende des Programmpunktes. |
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