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für Holocaustüberlebenden STÄTTE DER BEGEGNUNG initiierteVerdienstkreuz Seit vielen Jahren berichtet Tadeusz Sobolewicz aus Krakau/Polen als überlebender des Holocaust in Zeitzeugengesprächen insbesondere deutschen Jugendlichen über seine Erfahrungen während der nationalsozialistischen Diktatur. 1941 war er mit 17 Jahren zusammen mit seinem Vater von der Gestapo verhaftet und später nach Auschwitz deportiert worden. |
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![]() Von links: Tadeusz Sobolewicz, Johannes Schröder, Generalkonsul Dr. Thomas Gläser |
Während sein Vater ermordet wurde, überlebte T. Sobolewicz noch vier weitere
Konzentrationslager. Seit sieben Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit
mit der STÄTTE DER BEGEGNUNG. In Projekten und bei Gedenkstättenfahrten
ist Herr Sobolewicz einer der wenigen Überlebenden, der erlebte Geschichte
aus der Sicht eines Opfers erzählen kann und Fragen von Jugendlichen authentisch
und schonungslos beantwortet. Jetzt (am 27. 11.) wurde Herrn Sobolewicz
in Krakau im Namen der Bundesrepublik Deutschland durch den Generalkonsul
Dr. Thomas Gläser dafür gedankt und ihm in einer feierlichen Zeremonie
das Bundesverdienstkreuz am Bande mit einer Urkunde und der Unterschrift
des Bundespräsidenten Horst Köhler verliehen. Johannes Schröder war nach Krakau gereist, um mit weiteren 30 Gästen aus Polen und Deutschland an der Feierlichkeit teilzunehmen. |
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Die STÄTTE DER BEGEGNUNG hatte vor zwei Jahren diese Ehrung initiiert
und die besondere Anerkennung damit begründet, dass der heute 84-Jährige
als NS-Opfer seinen jungen Gesprächspartnern stets mit ausgestreckter
Hand und als überzeugter Europäer begegnet. "Er schafft es nicht nur
über die Vergangenheit aufzuklären und somit der schrecklichen Ereignisse
einer verbrecherischen Politik zu erinnern, sondern er spricht seine
jungen Zuhörer und Zuhörerinnen als politische Subjekte der Gegenwart
und Mitgestalter von Zukunft an und nimmt sie als solche in die Pflicht",
so Johannes Schröder.
Generalkonsul Dr. Gläser hatte in seiner persönlichen Würdigung betont,
dass er sich nicht sicher sei, ob es ihm nach vergleichbaren Erfahrungen
der Demütigung und Unmenschlichkeit möglich wäre, uns Deutschen in dieser
Form heute zu begegnen. |
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![]() Tadeusz Sobolewicz in einem Zeitzeugengespräch mit deutschen und polnischen Jugendlichen |
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