Aktuelles
22.09.2007
Preis für Macher des Patenprojekts
Bernd Stute zeichnet engagierte Schülerinnen und Schüler aus Vlotho aus.
In einem Patenprojekt helfen Vlothoer Schülerinnen und Schüler Migrantenkindern. Sie lernen mit ihnen, quatschen und spielen. Dafür gab es jetzt den Bürgerpreis Vlotho 2007.
Von Oliver Plöger (va)

Die Auszeichnung nahm Bürgermeister Bernd Stute am Samstag kurz nach Eröffnung der Vlothoer Informationstage (VIT) vor. Hervorgehoben wurde damit ein Projekt, das von der Stätte der Begegnung organisiert wird. Beteiligt sind Schüler der Realschule und des Weser-Gymnasiums. "Ich selbst weiß, wie schwer es ist, vor allem mit der deutschen Sprache zurechtzukommen", meint Cagla Belci vom Gymnasium. Ihre Mutter habe ihr vieles beigebracht, besser aber sei es, wenn die Migrantenkinder auch die Sprache der Jugendlichen sprechen.

Foto: Oliver Schwabe / Westfalen-Blatt

In Berlin gab es bereits eine Fortbildung, in der die Vlothoer Jugendlichen verschiedene Kulturen kennen gelernt haben. Am 8. Oktober beginnt nun die "heiße Phase", die ersten 14 angemeldeten Migrantenkinder - allesamt Erstklässler - werden von den 14- bis 17-Jährigen betreut. "Wir werden keine Lehrer sein, sondern gute Freunde", freut sich Cagla Belci. Und Mirjam Westermann betont, dass es wichtig sei, dass jeder Teilnehmer auch nur jeweils einen Schüler oder eine Schülerin betreut. Bernd Stute sei froh, Bürgermeister in einer Stadt zu sein, in der sich so viele Menschen am Gemeinwohl beteiligen. Bei allen Kribbeligkeiten, die es auch gebe, arbeite man in Vlotho eng zusammen. Er ärgere sich auch darüber - bezogen auf den Bürgerpreis für die Schüler -, dass immer wieder über die Jugend geklagt werde. "Man hört ganz oft, Jugendliche seien nicht motiviert. Ich erlebe das hier in Vlotho anders."

 

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